Künstlerin Onka Allmayer-Beck sprudelt auf der Art Week Miami

Von der Mode-Designerin zur gefeierten Keramikkünstlerin: Wie Vöslauer mit der Edition Nr. 14 auf der Art Miami das Statement einer Wiener Kreativ-Generation feiert

Wenn man über die neue Sonderedition Nr. 14 von Vöslauer spricht, beginnt die eigentliche Geschichte nicht mit dem Mineralwasser, sondern mit einer Frau: Onka Allmayer-Beck. Sie haucht der neuen Sonderedition Leben ein, steht sie doch für jene Mischung aus Lust auf Farbe, Material und Funktion, die sie zu einer der spannendsten Stimmen der österreichischen Design- und Keramikszene macht.

vöslauer sonder edition mineralwasser von onka allmayer beck
Foto: Thomas Unterberger

Onka Allmayer-Beck studierte Modedesign in London an der Central Saint Martins, arbeitete anschließend viele Jahre in Mailand im Mode- und Schuhbereich – u.a. für Giorgio Armani, Strenesse und Carol Christian Poell – und ließ sich schließlich von alten italienischen Keramikmeistern ausbilden, um sich seit 2015 ganz der Keramikkunst in Wien zu widmen.

Ein Beispiel für ihre konzeptionellen Ansätze ist ihr Werk Kaffeehaus (2021), das im Rahmen der Vienna Design Week entstanden ist: ein Keramikobjekt, das bei Abheben des oberen Teils zur kleinen Kaffeehaus-Installation für zu Hause wird – eine Hommage an die Wiener Kaffeehaus-Kultur und gleichzeitig ein Statement dafür, wie Design, Ritual, Alltag und Kunst verbinden können.

onka allmayer beck mit magda pichler von vöslauer
Magda Pichler, Leitung Kommunikation bei Vöslauer; Künstlerin Onka Allmayer-Beck; Yvonne Haider-Lenz, Leitung Marketing, Unternehmenskommunikation und Innovation von Vöslauer. | Foto: Thomas Unterberger

Ihre Keramiken entstehen oft frei und experimentell, nicht als Serie, sondern als individuelle „Unikate“. Selbst wenn sie für Restaurants oder Auftraggeber produziert wird, bleiben jede einzelne Schale, jeder Becher, jeder Eis-Cup Einzelstücke mit Eigenleben.

Diese nennt sie auch wild creatures, und wenn man sich die Objekte genauer ansieht, weiß man, was Allmayer-Beck damit meint: Sie sind doch alle mit einem ganz individuellen, archaischen Eigenleben ausgestattet. Als würden sie sich gleich erheben und davonhopsen können.

Und genau das ist es, was Menschen in this day and age suchen: das Unperfekte, Unikate, die nicht jede:r kaufen kann und die sich von der Flut von Massenprodukten abheben. Das ist es, was Onka Allmayer-Beck zu einer Grenzgängerin macht. Ihre Werke sind Kunst, die im Alltag ihrer Besitzer:innen verschiedene Rollen spielen.

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Foto: Thomas Unterberger

Sonderedition Nr. 14 von Vöslauer: Drei Formen — viele Geschichten

Die Edition umfasst drei skulpturale Keramikformen, jeweils inspiriert von globaler Tischkultur: für die klassischen Mineralwassersorten „ohne“, „mild“ und „prickelnd“. Aber wichtiger als die Funktion ist das Konzept: Die Flaschen werden selbst zu Objekten und Sammlerstücken.

Die skulpturale Dreidimensionalität, die ursprünglich der Keramik allein gehörte, wird auf das Alltagsobjekt „Flasche“ übertragen. Formen, die von Begegnungen und gemeinsamen Ritualen erzählen und über Grenzen hinweg verbinden.

Mit ihrer Edition für Vöslauer erzählt sie eine Geschichte: von Identität und Wandel, von Tradition und Experiment, von Bodenständigkeit und Offenheit. Dass diese Geschichte nun in Miami erzählt wird, sagt etwas – über Österreich, über Design und über Kunst als verbindende Kraft.

Für Vöslauer ist es übrigens nicht die erste Sonderedition, die in Zusammenarbeit mit Künstler:innen entstanden ist. Von Peter Jellitsch, Isis Maria Niedecken, boicut, Jean Jullien bis hin zu Yelyzaveta Vlasenko haben bereits viele namhafte Kreative die Etiketten gestaltet.

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