Schachmatt in 11 Karat: Perfektion von Wiener Design-Maison NADÁLI

3.364 natürliche Diamanten, mehr als 21.000 einzeln gefertigte Elemente und über ein Jahr Arbeit: Mit „Equilibrium Tesserae — Diamond Mosaic“ zeigt die Wiener Design-Maison NADÁLI, wie weit man ein Schachspiel von seinem eigentlichen Zweck entfernen kann – und genau darin liegt sein Reiz.

Es gibt Schachspiele. Und es gibt Schachspiele, bei denen man kurz überlegen muss, ob man überhaupt noch eine Figur angreifen möchte. NADÁLIs Equilibrium Tesserae — Diamond Mosaic gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Die Wiener Design-Maison hat aus dem jahrhundertealten Strategiespiel ein Sammlerobjekt gemacht, das irgendwo zwischen Interior Piece, Skulptur und High Jewellery angesiedelt ist. Besonders subtil ist man dabei nicht vorgegangen: Die charakteristischen Equilibrium-Figuren wurden mit Sterlingsilber veredelt und in Handarbeit mit insgesamt 3.364 natürlichen Diamanten mit 11 Karat besetzt.

Schach Equilibrium NADALI
Foto: NADALI

Das klingt zunächst nach maximalem Bling. Überraschenderweise sieht das Ergebnis jedoch nicht danach aus. Statt die Figuren komplett im Funkeln verschwinden zu lassen, bleiben ihre klaren, beinahe architektonischen Formen erhalten. Die Diamanten werden Teil des Materials.

21.000 Teile für ein Schachbrett

Noch beeindruckender ist, was darunter passiert. Für Diamond Mosaic wurden über ein Jahr hinweg mehr als 21.000 einzelne Elemente gefertigt und von Hand zu einem Mosaik zusammengesetzt.

Verarbeitet wurden unter anderem Thermokiefer, Weide, Birke, Mooreiche und Maserahorn sowie verschiedene Edelmetalle. Inspiration lieferte die natürliche Struktur des Marmors: unregelmäßig, bewegt und dennoch erstaunlich harmonisch.

Dabei versucht NADÁLI nicht, Holz so perfekt aussehen zu lassen, dass man seine Herkunft kaum noch erkennt. Maserungen, unterschiedliche Strukturen und Farbnuancen bleiben sichtbar.

Diese kleinen Abweichungen geben dem Objekt seine Tiefe und unterscheiden es letztlich auch von jener Art des Luxus, die vor allem möglichst makellos aussehen möchte. Gerade darin liegt seine Einzigartigkeit: in der Vielzahl kleiner, unterschiedlich strukturierter und präzise zusammengesetzter Elemente, die gemeinsam ein Objekt ergeben, das je nach Perspektive immer wieder anders wirkt.

Wenn Schach zum Collectible wird

NADÁLI selbst versteht Schach ohnehin weniger als Spiel als als eine gestalterische Sprache. Die Maison entstand aus einer persönlichen Idee und arbeitet heute mit ausgewählten europäischen Ateliers und Meisterhandwerker:innen an Objekten, die als langfristige Begleiter gedacht sind.

Es geht um das Objekt als Statement, um Handwerk und um „ehrliches“ Material.

Genau das macht Equilibrium Tesserae — Diamond Mosaic interessant. In einer Zeit, in der Luxus gerne über Logos, Limitierungen und künstliche Verknappung kommuniziert wird, setzt NADÁLI auf die klassische Definition von Exklusivität: extrem viel Zeit, extrem viel Handarbeit.

Dass das Werk im Umfeld der im September stattfindenden Maison&Objet Paris, einer der wichtigsten internationalen Plattformen für Interior – und zeitgenössisches Design, präsentiert wird, ist für die Wiener Maison damit ein logischer nächster Schritt, mit dem sie international herausstechen wird.

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