Die neue Cryochamber im Park Hyatt Vienna

Minus 110 Grad. Ein paar Minuten, in denen der Körper instinktiv auf Alarm schaltet. Und danach das Versprechen, das viele an der Ganzkörper-Kältetherapie fasziniert: schneller erholen, weniger Schmerzen spüren, sich wacher fühlen.

Was früher vor allem im Spitzensport zu finden war, ist inzwischen auch in den Mainstream gelangt und damit in Wien angekommen. Gibt es die Kältekammern (von unterschiedlichen Herstellern) bereits an einigen Standorten, kann man sie ab sofort auch im Park Hyatt Vienna von PAMA Cryo genießen.

Wie funktioniert eine Kältekammer (Cryochamber)?

Die Idee hinter der Kältekammer lässt sich schnell erklären. Der Körper wird für kurze Zeit extremer trockener Kälte ausgesetzt. Damit sinkt die Hauttemperatur, die Blutgefäße verengen sich und das Blut zieht sich in die Körpermitte zurück. Sobald man wieder draußen ist, folgt die Gegenreaktion: Die Durchblutung steigt; viele berichten von einem warmen „Nachglühen“. Befürworter sehen darin einen Reiz, der Prozesse in Gang setzt, die Entzündungen dämpfen und die Regeneration fördern könnten.

Plausibel klingt das. Aber wie so oft entscheidet die Studienlage darüber, wie weit man das Versprechen halten kann.

Am besten untersucht wird die Kältetherapie dort, wo sie herkommt: in der Sportregeneration. Meta-Analysen zeigen, dass Kälteverfahren, darunter auch Kältekammeranwendungen, Muskelkater reduzieren können und dass sich manche Erholungsmarker nach intensiver Belastung verbessern.

Der Effekt ist nicht bei allen gleich stark und hängt stark vom Protokoll ab: Temperatur, Dauer, Häufigkeit und Timing nach dem Training. In kleineren Studien, etwa bei Elite-Sportler:innen, finden sich zudem Hinweise auf akute Veränderungen bei Entzündungs- und Stressmarkern.

Park Hyatt Vienna Cryo
© Kirill-Lialin

Passend dazu zeigte eine kleine randomisierte Studie mit Elite-Ruderern, dass eine Sitzung bei WBC von 110 °C nach einem harten Trainingstag messbare Akut-Effekte auf Erholungsmarker haben kann.

Ein zweites Feld ist chronische Schmerzen, insbesondere bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Hier berichten Studien und klinische Erfahrungen von weniger Schmerzen und teilweise besserer Beweglichkeit. Allerdings ist die Evidenz heterogen, weil die Kryotherapie häufig nicht allein eingesetzt wird, sondern als Teil eines Gesamtprogramms. Was man daraus seriös ableiten kann: Für manche Betroffene kann Kälte eine spürbare Erleichterung bringen. Ein Heilversprechen ist sie nicht.

Park Hyatt Vienna Cryo
© Kirill-Lialin

Wichtig ist der Blick auf Risiken und Grenzen. Extreme Kälte ist ein Stressor. Für gesunde Menschen ist sie bei professioneller Durchführung meist gut verträglich, aber nicht für alle. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unkontrollierter Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Kälteurtikaria oder Nervenschäden können dagegen sprechen. Seriöse Anbieter fragen deshalb vorab nach und setzen klare Ausschlusskriterien fest.

Models in der Kältekammer

Auch Models wie Elsa Hosk oder Josephine Skriver haben in Interviews darüber berichtet, dass sie Cryo Chambers nutzen, um ihre Hautstruktur zu verbessern und zu verschönern. So haben sich in den letzten Jahren auch für Beauty-Treatments sogenannte Cryofacials entwickelt, die die Haut kurzzeitig abkühlen, um die Poren zu verengen und die Kollagenproduktion anzuregen.


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