Made in Austria: Showroom der Austrian Fashion Awards 2026 öffnet
Semi-Couture, experimentelle Textilien und genderfluide Lederwaren: Am 7. November zeigt die Austrian Fashion Association im Rahmen der Austrian Fashion Awards, wie vielfältig, mutig und eigenständig österreichisches Design heute ist.
Wer glaubt, dass große Mode nur in Paris, Mailand oder London passiert, sollte sich diesen Samstag freihalten.
Im Rahmen der Austrian Fashion Awards 2026 lädt die Austrian Fashion Association (AFA) erneut zu einem kuratierten Showroom ein, der die kreative Kraft der heimischen Mode- und Accessoire-Szene nicht nur zeigt, sondern auch erlebbar macht. Nach der überaus positiven Resonanz im Vorjahr geht das Format nun in die nächste Runde – und verspricht einen Nachmittag, an dem man Design hautnah erlebt.
Etablierte Namen treffen auf neue Talente
Das Konzept ist so einfach wie überzeugend: Etablierte Labels und aufstrebende Designerinnen und Designer teilen sich einen Raum und damit auch die Bühne. Mit dabei sind unter anderem Florentina Leitner, HISU PARK, Jara Dilara Noori, Laura Andraschko, Oliver Kuzma und SAGAN Vienna.
Mehr als nur Show und Schauen
Der Showroom ist bewusst als Ort der Begegnung konzipiert. Statt Mode nur aus der Distanz eines Laufstegs zu betrachten, kann man hier ins Gespräch kommen, Details entdecken und die Geschichten hinter den Kollektionen kennenlernen. Ein schönes Statement für eine Szene, die oft im Schatten der großen Modemetropolen steht und doch längst international für Aufsehen sorgt.
- Wo: Showroom der Austrian Fashion Awards 2026, Kaiserstraße 32, 1070 Wien
- Wann: Samstag, 7. November 2026, 15 bis 20 Uhr
- Veranstalter: Austrian Fashion Association
Die Designer:innen des Austrian Fashion Awards 2026 Showrooms
Florentina Leitner
Florentina Leitner verbindet feminine Ready-to-Wear-Mode mit einem ausgeprägten Semi-Couture-Anspruch. Charakteristisch sind expressive Prints und skulpturale 3D-Blüten, die in kleinen Handwerksateliers in Italien gefertigt werden. Storytelling bildet das Herzstück des Labels: Jede Kollektion erzählt eine eigene Geschichte und erschafft eine visuelle Welt, die in Runway-Shows, Modefilmen und traumähnlichen Bildwelten zum Leben erweckt wird.
HISU PARK
Hisu Park versteht Mode als Ausdruck persönlicher Identität. Zwischen Couture und Ready-to-Wear angesiedelt, verbindet das Label Eleganz und Stärke mit modernen, zeitlosen Silhouetten. Handwerkliche Präzision, Tragbarkeit und der bewusste Einsatz von Deadstock-Materialien prägen dabei eine zeitgemäße Interpretation von Weiblichkeit.

Jara Dilara Noori
Die Designerin verbindet zeitgenössische Couture mit experimenteller Schnittführung und der Entwicklung neuer textiler Oberflächen. Durch manuelle Verarbeitungstechniken und gezielte Materialmanipulation lotet sie die gestalterischen Möglichkeiten von Stoffen aus und entwickelt dabei unkonventionelle Formen und Strukturen. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Kleidungsstück und Skulptur und stellen handwerkliche Techniken sowie den bewussten Umgang mit Material in den Mittelpunkt.
Laura Andraschko
Geprägt von der subkulturellen Energie Berlins und Londons verbindet Laura Andraschko Rohheit, Rebellion und Ironie zu einer eigenständigen Ästhetik. Ihre Kollektionen erzählen von Adoleszenz, Exzess, Begehren und Eskapismus und bewegen sich zwischen Nostalgie und Aufbegehren, zwischen Glamour und Verfall. Klare Silhouetten und präzises Tailoring treffen auf rohe, dekonstruierte Elemente und schaffen ein Spannungsfeld zwischen Eleganz und Chaos. Einflüsse aus Musik, Nachtleben sowie Jugend- und Subkulturen prägen die visuellen Welten ihrer Kollektionen.
Oliver Kuzma
Oliver Kuzma verbindet historische Einflüsse aus den viktorianischen und edwardianischen Ären mit funktionaler Menswear, in der Langlebigkeit und individuelle Patina eine zentrale Rolle spielen. Seine Entwürfe hinterfragen, wie Kleidung gesellschaftliche Zugehörigkeit, Status und Vorstellungen von Luxus vermittelt. Inspiriert von Guy-Ritchie-Filmen untersucht seine aktuelle Kollektion die Gemeinsamkeiten zwischen Aristokratie und Arbeiterklasse und übersetzt sie in robuste, charaktervolle Menswear.

SAGAN Vienna
SAGAN Vienna steht für hochwertige, genderfluide Lederwaren, die zeitlose Eleganz mit traditionellem Handwerk verbinden. Das 2016 von Tanja Bradaric und Taro Ohmae gegründete Wiener Label verbindet europäische und japanische Designperspektiven zu einer eigenständigen Formsprache. In Zusammenarbeit mit ausgewählten traditionellen Manufakturen entstehen zeitlose Stücke jenseits saisonaler Trends, geprägt von durchdachten Details, subtiler Innovation und einem bewussten Umgang mit Materialien.
Dazu werden weitere Kreative den Raum zum Leben erwecken. Darunter Aki Traar, der als Musiker und Produzent für das Soundscape zuständig ist; die Displays stammen von der Künstlerin Helena Philipp.
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