Schluss mit Papierstau: Warum wir uns von Print trennen
Manche Trennungen krachen. So richtig. Mit Dramen und langen Nachrichten, die um zwei Uhr früh geschrieben werden. Und es gibt jene, die erwachsener verlaufen. Mit einer gewissen Dankbarkeit.
So ähnlich ist es bei uns mit Print.
Wir haben Magazine gemacht, wie wir sie selbst gerne in Händen halten. Mit Seiten, die Gewicht hatten. Mit Bildern, die Raum bekamen. Mit Geschichten, die nicht zwischen Push-Meldungen und Rezeptvideos aufgerieben wurden. Print war und ist für uns eine Einladung, sich Zeit zu nehmen. Ein kleiner Luxus im Alltag. Doch dieser ist immer weniger gefragt. Das mussten wir feststellen.
Und genau deshalb fällt es uns nicht leicht, das auszusprechen: Für den Moment verabschieden wir uns von Print.
Nicht weil wir plötzlich glauben, dass alles Digitale automatisch besser ist, sondern weil man manchmal auch als Magazin eine einfache, unromantische Frage beantworten muss: Was ist heute wirklich tragfähig?
Das heißt nicht, dass Print seinen Zauber verloren hat. Es heißt nur, dass Zauber keine Rechnungen bezahlt. Denn Produktion, Papier, Druck, Vertrieb, Versand: All das ist in den vergangenen Jahren massiv teurer geworden.
Gleichzeitig hat sich das Leseverhalten verändert. Inhalte werden anders entdeckt, anders geteilt, anders gelesen. Und da kann Print in diesem kleinen Land einfach nicht mithalten, denn ein Markteintritt in Deutschland – der andere Zahlen und Werbekunden für uns aus der kleinen Alpenrepublik bringen würde – sprengt alle Budgets, die man sich nur vorstellen kann. Diese Art von F%ck-it-Money haben wir leider nicht.
ABER: Das heißt aber nicht, dass wir gar kein Magazin mehr produzieren werden.
Nicht jedes gedruckte Magazin ist relevant. Und nicht jedes digitale Format ist flüchtig. Entscheidend bleibt am Ende nicht das Papier, sondern die Qualität dessen, was darauf – oder eben darauf – nicht mehr erscheint.
Denn auch in Zukunft wird es bei uns das EntreNous Magazine geben. Kuratiert, gestaltet, mit Anfang, Mitte und Ende. Mit Themen, Bildwelten und jener Form der redaktionellen Handschrift, die man nicht mit einem schnellen Post verwechseln kann. Nur eben digital. Zum Lesen am Screen.
Wir halten also am Format fest, öffnen es aber für die Gegenwart. Statt Papier gibt es Seiten auf dem Bildschirm. Die Idee bleibt dieselbe: ein Heftgefühl, das man nicht nur konsumiert, sondern auch durchblättert und in Ruhe liest.
Wie DU uns helfen kannst, besser zu werden
Doch das ist noch bei Weitem nicht alles: Wir wollen mehr von euch wissen. Wir wollen besser werden und dafür brauchen wir EUCH!
Wir haben eine Umfrage mit Fragen vorbereitet, die ihr euch wahrscheinlich selbst noch nicht gestellt habt. Oder doch? Findet es am besten selbst heraus!
Wir freuen uns über jede:n, der/die uns hilft, besser zu werden.
Abonniere unseren EntreNousLetter und bleibe am neuesten Stand. Verpasse keine Updates über Mode, Kunst, Beauty & Lifestyle!




