Warum Orte wie MUSA die Zukunft des Reisens zeigen

Es gibt Orte, die sich weniger wie ein Hotel anfühlen als vielmehr wie eine Idee davon, wie das Leben eigentlich sein könnte. MUSA in Zihuatanejo, gegründet von Andrés Saavedra und Tara Medina, ist so ein Ort.

MUSA steht für „Modern Utopian Society of Adventurers“. Das klingt zunächst groß, fast ein wenig programmatisch. Erstmals besuchte ich es 2024. Diesmal bin ich mit meinen Kindern zurückgekehrt. Und plötzlich sah ich diesen Ort mit anderen Augen.

Diese kuratierte Utopie vereint interessante Menschen, Ruhe, Natur und Design. Und genau deshalb glaube ich, dass Orte wie MUSA gerade aus dem Bedürfnis entstehen, dass Perfektion künstlich wirkt und angestrengt erscheint, und dass sich viele Resorts überall auf der Welt gleich anfühlen.

Die Zukunft liegt, zumindest für mich, in etwas anderem: in der regenerativen Hospitality. Orte, die nicht nur schön aussehen, sondern sich wholesome anfühlen und das Nervensystem beruhigen statt es dauerhaft zu stimulieren.

The Architecture of Calm

Man spürt sofort, wie sehr Architektur Einfluss darauf hat, wie wir uns fühlen. Offene Räume, die mit Naturmaterialien und Schattenspielen auf dich warten. Wind, der durch die Zimmer zieht. Übergänge zwischen innen und außen, die fast unsichtbar wirken.

Der Dschungel direkt vor der Tür, das Meer nur wenige Schritte entfernt. Man schaltet einen Gang runter. Und trotzdem habe ich mich gefragt: Wo endet echte Nachhaltigkeit und wo beginnt Ästhetik?

Denn natürlich ist MUSA wunderschön. Sehr sogar. Diese Art von reduzierter, natürlicher Ästhetik, die gerade weltweit zum Sehnsuchtsbild geworden ist. Raw Beauty statt Überfluss.

Vielleicht liegt die Antwort genau darin, dass Schönheit und Nachhaltigkeit sich nicht mehr ausschließen sollten. Dass wir Orte schaffen, die die Natur nicht überdecken, sondern mit ihr arbeiten. Das macht MUSA so besonders. Unsere Tage dort hatten diesen perfekten Rhythmus zwischen Aktivität und Ruhe. Morgens Frühstück im ALBA mit Blick ins Grüne und aufs Meer. Später schwimmen im großen Pool, Pickleball spielen, im Gym trainieren oder einfach barfuß am Meer laufen.

Wir beobachteten die Pferde zwischen den Palmen und kleine Schildkröten, die nach dem Schlüpfen ihren Weg ins Wasser fanden. Genau solche Momente erinnern einen daran, wie wenig man eigentlich braucht, um sich lebendig zu fühlen.

Rundherum entstehen Häuser, die gemietet oder gekauft werden können, mit Pools, offenen Wohnkonzepten und eingebettet in die Natur. Es entsteht eine Community. Eine moderne Form des Zusammenlebens für Menschen, die ähnliche Werte teilen: Gesundheit, Kreativität, Naturverbundenheit, Bewegung, gutes Essen und echte Begegnungen.

Ich habe mich mit MUSA-Co-Gründerin Tara Medina unterhalten, und man merkt schnell: MUSA wurde nicht einfach als Hotel konzipiert, sondern als Vision davon, wie Menschen heute leben, reisen und sich verbinden möchten.

Auch im Bereich Longevity entwickelt sich gerade vieles weiter. Gleichzeitig ist eine Schule in Planung, was ich persönlich unglaublich wichtig finde. Ich möchte nicht ohne meine Kinder reisen. Aber ich glaube auch nicht an dieses überdrehte Familienreisen-Modell, bei dem alles nur noch Entertainment ist. Keine permanente Disney-fizierung des Urlaubs, sondern Räume, in denen Kinder einfach Teil des Lebens sein dürfen.

Morgens in die Schule, danach beim Brotbacken helfen, die Gärten erkunden, die Küken im Stall besuchen, dann ab ans Meer.

Und trotzdem bleibt Reisen als Mutter komplex

Urlaub ist oft einfach nur schön verpackte Arbeit. Wenn man ohne Nanny oder Großeltern reist, verschwinden Mutterschaft, mentale Last und ständige Verfügbarkeit ja nicht plötzlich am Flughafen. Auch im Paradies organisiert man Spiele, Sonnencreme, Schlafrhythmen und emotionale Bedürfnisse.

MUSA hat sich gerade deshalb mit der Familie so besonders angefühlt, weil der Ort nicht zusätzlich überfordert ist. Weil Kinder dort frei sein dürfen. Weil alles offen, sicher und natürlich wirkt. Weil man sich nicht ständig zwischen der Erwachsenen- und der Familienwelt entscheiden muss.

Es ist eine tiefere Verbindung zur Welt, mit der Natur als Mittelpunkt statt sie als Kulisse zu verwenden. Und hier treffen sich an einem der schönsten Orte der Welt Menschen, die sich begegnen statt nebeneinander zu konsumieren.

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