Maro und die Magie des Kaffees: Luxus-Siebträgermaschine im Close-Up

Kaffee – nach Marihuana die beliebteste Droge Berlins. Doch im Gegensatz zur ersten hält er die Stadt bei Tageslicht wach. Seit der Morgendämmerung durchzieht sein würziges Aroma die Straßen: aus Cafés, aus Tassen in den Händen von Passanten und Reisenden, die das pulsierende Berlin durchqueren.

Aber es gibt auch diejenigen, die ihren Tag gerne beginnen, indem sie zu Hause die Magie von frisch gebrühtem Kaffee einatmen. Meistens werden Siebträgermaschinen dafür verwendet, weil sie kostengünstig, pflegeleicht sind und dem Besitzer die volle Kontrolle über die mechanische Zubereitung des Kaffees ermöglichen – old but gold. Aber solche Maschinen sind laut, langsam, benötigen viel Zeit, um nur eine kleine Tasse Espresso zuzubereiten, und haben Verarbeitungsfähigkeiten, die mit denen eines ausgefeilten Druckers vergleichbar sind. 

Und wie kann man einen echten Kaffeebohnen schnell, leise kochen und ein unauslöschliches Vergnügen bekommen, ohne die Magie des Kaffees zu verlieren? 

Der Erfurter Unternehmer Max Grimm (24) hat die Antwort gefunden. Er präsentierte heute im Rahmen der jährlichen Kaffeewoche in Berlin mit seinem Team die neueste und einzigartige Siebträgermaschine seiner Marke «Maro», die nicht nur Kaffee in Sekundenschnelle zubereitet, sondern den unerfahrenen Getränkefans schrittweise in der Zubereitung beibringt und den Meistern des Kaffees eine bisher noch nie dagewesene Software-Funktionalität bietet. 

Über die beispiellose Kaffeemaschine «Maro Model 1» und die Magie des Kaffees hat Max im exklusiven Interview mit EntreNous bei seiner Präsentation im Berliner Bezirk Neukölln berichtet.

Die Geschichte von Maro und Max Grimm

Wie bist du zur Idee gekommen, eine Siebträgermaschine zu machen?

Siebträgermaschinen im Heimbereich basieren noch auf Technik von 1961: großen Boilern mit 1,5–4 l Wasser, langer Aufheizzeit, etwa 30–40 Minuten, schwankenden Temperaturen und immer verschiedenen Ergebnissen bei jedem Shot. Wir wollten das ändern: energiesparender, schneller, zuverlässiger. Der erste große Innovationsbereich war die Thermodynamik – wir erhitzen nur das für jede Art von Kaffee und jede Größe benötigte Wasser mit höherer Präzision und kürzerer Wartezeit – in einem Wort: besser zur Lebensrealität der Nutzer:innen.

Wie wird das bei Maro anders gemacht?

Dafür haben wir die Brühgruppe selbst beheizt und den Boiler durch einen Dickfilm-Durchlauferhitzer ersetzt. Er hat geringe thermische Masse und arbeitet nur, wenn Wasser oder Dampf benötigt wird. Als Ergebnis? Nur wenige Sekunden Aufheizzeit, konstante Temperatur und deutlich geringerer Energieverbrauch!

Das «Maro Model 1» gehört zum Luxus der Kaffeindustrie auch im Sinne ihres Äußeren. Aus welchen Materialien wird die Maschine gebaut?

Statt klassischem, elegantem, aber sehr empfindlichem, oft zerkratztem Chrom nutzen wir massives, eloxiertes Aluminium für die Tassenablage – weil es kratzfest, pflegeleicht und langlebig ist und außerdem Wärme und Energie speichert. Vorne schützt 2-mm-Echtglas; das Gehäuse besteht aus robustem Mineralwerkstoff, der ebenso kratzresistent und durchgefärbt ist. So bieten wir die Maschine, die hygienisch, leicht zu reinigen und langlebig ist – aus Materialien, die auch nach Jahren wie neu aussehen.

max grimm von maro
Maro-Gründer Max Grimm vor seiner Maro Model 1 Kaffeemaschine.

Das Modell wird mit einer rätselhaften und auf den ersten Blick sehr komplizierten Software ausgestattet – erzähle bitte, was sie so innovativ und einzigartig macht.

Unser Hauptziel war genau, Einsteiger:innen wie Profis abzuholen, sodass dasselbe Interface für die beiden gleich bequem, erklärend, verständlich und in seiner Multifunktionalität nützlich ist. Deshalb gibt es drei Modi: Explorer, Expert und Extreme.


Unser Hauptziel war, Einsteiger:innen wie Profis abzuholen …

MAx grimm

Im Explorer-Mode ist alles vorkonfiguriert: Einfach Single- oder Doppel-Espresso wählen, und die Maschine passt Druck und Durchfluss automatisch an, gleicht einen falschen Mahlgrad aus und rettet so jeden Shot. Zusätzlich gibt es integrierte Guides – Schritt-für-Schritt-Anleitungen für jede Kaffeeart. So müssen Nutzer:innen nicht mehr gestresst auf YouTube oder bei Google nach Infos suchen, wie es bei Siebträgermaschinen sonst oft der Fall ist.

In fortgeschrittenen Modes lassen sich komplexe Extraktionsprofile frei programmieren, etwa für Rezepte, Dosen, Temperaturen und die Steuerung von Druck und Durchfluss, was die maximale Kontrolle für Kaffee-Nerds bietet, die mit jedem Detail spielen wollen.

Steckt bei Maro KI dahinter?

Nein, nur präzise Algorithmen. Aber die Maschine ist elektronisch vernetzt: per WLAN erhält sie monatliche Software-Updates, die Kundenwünsche und neue Features integrieren.

Das heißt, du sammelst regelmäßig das Gutachten und die Vorschläge von Kund:innen?

Ja, wir haben ein Forum und eine Web-API geschaffen, über die Nutzer Shots und Rezepte teilen und Feedback geben können! So entwickeln wir die Software ständig weiter, ohne das Handwerk und das Ritual des Espresso-Machens zu zerstören.

Maschine und Mensch

Für wen ist die Kaffeemaschine am besten geeignet? Kann ich sie als Hauptinstrument der Barkeeper:innen vorstellen?

Mit ihrer Funktionalität – auf jeden Fall. Weil wir hier ein Kaffees-Naturprodukt haben. Das heißt, es geht schon beim Boden, in dem er angebaut wird, los, was ich am Ende aus diesem Produkt machen kann. Nach dem Anbau folgt die Ernte. Wann wird geerntet? Was wird geerntet? Wie wird geerntet? Dann kommt die Aufbereitung. Wieder ändert sich die ganze Welt. Das ist ein Kaffee. Danach die Aufbereitung. Kommt der Kaffee nach Deutschland? Dann wird er geröstet.

Doch die Maschine dient vor allem für Menschen, für die der Kaffee ein unabdingbarer Teil des Lifestyles, ihres jeden schönen Morgens ist, die den ganzen Genuß der Kaffee auch im Prozess seiner Zubereitung ziehen möchten – ohne Stress, Komplexität und Eile.

max grimm

Auch hier entscheidet sich die Welt wieder einmal komplett neu. Je nachdem, wie ich diesen Kaffee röste. Kann daraus ein super dunkler, bitter-orientierter, schokoladig-nussiger werden. Oder ein Megafruchtig. Was auch immer. Und selbst nach dem Rösten und der Zubereitung noch einmal die Möglichkeit, aus dem gerösteten Endprodukt ziemlich alles rauszutun, was man will.Das ist Magie des Kaffees! Und die Maschine unterstützt dabei, diese Magie, dieses riesige Potenzial auszuschöpfen – vom Alltags- bis zum Spezialitätenkaffee. 

Und wie viel kostet eine Magie von Maro?

Die Maschine kostet ab 4.999 € (in Weiß) bis bzw. 5.199 € (schwarze Farbe). Sie ist außerdem komplett „made in Germany“, also mit regionaler Fertigung und hochwertigen Materialien – nur das Gehäuse stammt aus Tschechien.

Bei dem Preis bleibt für mich nur, die Magie meines täglichen Instantkaffees zu genießen. Was planst du weiter?

Wir konzentrieren uns bei Maro voll auf „Model 1“ – mit Updates, Kundenwachstum und Prozessoptimierung haben wir genug zu tun. Neue Modelle sind kurzfristig nicht geplant und Zubehör verkaufen wir nur ergänzend, z. B. Mühlen anderer Hersteller. Wir sind ein kleines und junges Start-up mit vier Festangestellten, von denen nur einer, der die Software entwickelte, die Uni-Ausbildung hat. Ich habe persönlich nur das Abitur gemacht. Wir fertigen regional in meiner Heimat Thüringen und stellen die Maschine auf Messen und Events vor. Erste Geräte stehen bereits international, etwa in Hongkong oder in Skandinavien.

Wie war es bisher, Maro zu starten?

Der Weg war herausfordernd, aber die Motivation viel größer – unser Traum ist, Espressomaschinen auf ein neues Niveau zu bringen.

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