„Bonjour, Paris!“: Lili Paul-Roncalli über ihr Gastspiel in den Swarovski Kristallwelten

Vom 10. Juli bis 30. August 2026 verwandeln die Swarovski Kristallwelten in Wattens ihren Park in eine französisch inspirierte Zirkuswelt. Gemeinsam mit dem Circus-Theater Roncalli entsteht ein Sommerprogramm zwischen Pantomime, Kristall, Kostüm und Magie.

Es gibt Orte, die nicht einfach nur Kulisse sind. Die Swarovski Kristallwelten in Wattens gehören dazu. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1995, damals zum 100-jährigen Jubiläum von Swarovski, verbinden sie Kunst, Natur, Architektur und Kristall zu einer Erlebniswelt.

Im Sommer 2026 kommt nun eine weitere Dimension hinzu: der Circus Roncalli. Mit „Bonjour, Paris!“ gastiert das Circus-Theater Roncalli 2026 bereits zum achten Mal in den Swarovski Kristallwelten in Wattens, wo die Zusammenarbeit 2019 mit „Roncalli’s Zirkuszauber“ begann.

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Kristallwelten als Bühne für Roncalli und französische Zirkuskunst

Dass Swarovski ausgerechnet Frankreich zum Thema wählt, hat auch historische Tiefe. Die Beziehung der Marke zu Paris reicht bis zum Firmengründer Daniel Swarovski zurück. Paris war und ist ein Zentrum für Mode, Kunst, Couture und Inszenierung. Genau an dieser Schnittstelle setzt das Festival an: zwischen Kristall und Kostüm, zwischen Handwerk und Fantasie, zwischen dem Glanz der Haute Couture und der Poesie der Manege.

Paris als Inspiration, sagt Lili Paul-Roncalli, sei für das Circus-Theater besonders reizvoll, weil die Stadt für Kunst, Mode, Kultur und die große Tradition des Kabaretts und des Varietés stehe. „Diese Mischung aus Eleganz und Kreativität passt perfekt zur Welt des Circus-Theaters.“

Einer der Acts ist Nabil Zanabili aus Berlin, der das Publikum in die Welt der Pantomime entführt. Inspiriert von Marcel Marceau erzählt er wortlos Geschichten, die auf Mimik, Timing und Gestik basieren.

Lili Paul-Roncalli über Magie und Disziplin

Hinter dieser scheinbaren Mühelosigkeit steckt allerdings jene Disziplin, die man im besten Fall nicht sieht. „Hinter allem, was leicht und mühelos wirkt, steckt meistens wahnsinnig viel Arbeit“, sagt Lili Paul-Roncalli. „Genau das macht große Kunst aus: Man soll die Disziplin und die vielen Stunden Training am Ende gar nicht sehen.“

Roncalli selbst trägt eine lange Geschichte in sich. Gegründet wurde das Circus-Theater von Bernhard Paul, der 1975 seinen Job als Art Director beim Nachrichtenmagazin „profil“ kündigte, um seinem Jugendtraum zu folgen. Aus frühen Rückschlägen, alten Circuswagen und einer radikalen Vorstellung von Poesie entstand eine der bekanntesten Zirkusmarken Europas.

Seit 1976 hat Roncalli mehr als 45 Millionen Besucher:innen erreicht. Zuletzt feierte das Unternehmen mit „Journey to the Rainbow“ seine US-Premiere in New York City, direkt neben der Metropolitan Opera.

Für Lili Paul-Roncalli ist dieses Erbe nicht nur Familiengeschichte, sondern auch Verantwortung. „Ich bin sehr stolz auf das, was mein Vater aufgebaut hat. Er hat mit unglaublich viel Leidenschaft und Kreativität die Zirkuswelt geprägt.“ Gleichzeitig gehe es für sie nicht darum, etwas nachzuahmen oder neu zu erfinden, sondern darum, die Leidenschaft weiterzutragen und eigene Impulse einzubringen. Genau darin liegt vielleicht die Herausforderung für eine Marke wie den Circus Roncalli: Sie muss wiedererkennbar bleiben, ohne museal zu werden. Sie muss Tradition bewahren, ohne in Nostalgie zu erstarren.

„Fast wie ein Zirkus unplugged“, nennt Lili Paul-Roncalli die Sommer-Liaison zwischen ihrem Zirkus und den Kristallwelten

Auch deshalb spielt der Ort in Wattens eine besondere Rolle. Die Swarovski Kristallwelten sind kein klassisches Zirkuszelt. Die Auftritte finden im Tageslicht und mitten in der Natur statt. Für Lili Paul-Roncalli entsteht dadurch eine ganz eigene Form der Nähe. Sie nennt es „fast wie ein Zirkus unplugged“.

Ohne die Dunkelheit des Zeltes, ohne die klassische Trennung zwischen Manege und Außenwelt, verändert sich die Atmosphäre. Die Performance begegnet dem Publikum direkter. Der Park wird Teil der Inszenierung.

Die Kunst des Staunens wiederentdecken

Kostüm, Licht und Bühne bleiben dennoch zentrale Elemente. Gerade in der Zusammenarbeit mit Swarovski gewinnen sie an Bedeutung. „Die Swarovski-Kristalle verleihen den Darbietungen noch mehr Magie und lassen die gesamte Inszenierung strahlen“, sagt Lili Paul-Roncalli. Dieses Funkeln sei es, das die Kinderaugen zum Leuchten bringe.

Doch es geht nicht nur um Dekoration. Kristall kann Bewegung verstärken, Licht brechen, Körperlinien sichtbar machen und einem Moment jene schimmernde Qualität verleihen, die man nicht einfach erklären kann.

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Lili Paul Roncalli mit Kristallwelten-Geschäftsführer Stefan Isser

So wird „Bonjour, Paris!“ in Wattens zu mehr als nur einem Sommerprogramm für Familien. Es ist ein Zusammentreffen zweier österreichisch geprägter Geschichten, die beide international erzählt werden: Swarovski als Kristallwelt mit Verbindung zu Mode, Design und Kunst. Roncalli als Circus-Theater, das seit Jahrzehnten beweist, dass Zirkus auch Poesie, Präzision und Stil sein kann.

Kristallwelten Sommerprogramm: Zirkus und Pariser Leichtigkeit

Vom 10. Juli bis zum 30. August 2026 wird der Park der Swarovski Kristallwelten zur Bühne dieser Begegnung. Ein Spaziergang durch eine Pariser Szene, wie Stefan Isser, Geschäftsführer der Swarovski Kristallwelten, es formuliert. Voller Bewegung, Fantasie und Momenten des Staunens. Oder in den Worten von Lili Paul-Roncalli: eine kleine Auszeit voller Schönheit, Fantasie und Magie.


„Bonjour, Paris!“ findet täglich während der Öffnungszeiten von 9 bis 19 Uhr in den Swarovski Kristallwelten in Wattens statt. Das Zirkusprogramm ist im Tagesticket enthalten.

Fotos: Swarovski Kristallwelten/Thomas Steinlechner bzw. Swarovski Kristallwelten/Jürgen Hammerschmid

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