Katharina Husslein x Stolzes: Sweet Jewels zum Jubiläum
Es gibt Zusammenarbeiten, die auf dem Papier unerwartet klingen und dann plötzlich so logisch wirken, als hätten sie schon immer passieren müssen. Katharina Husslein und Sophia Agnella Anita Stolz , alias Stolzes, als Collab: Vintage Jewellery trifft Resin, Kunsthandel trifft Cake Art, Josefstadt trifft internationale Fashion-Fantasie.
Für die limitierte Edition „A Sweet Take — Sugar Sweet Celebrations“ hat Katharina Husslein die Künstlerin und Cake Artist Sophia Stolz zum 5-jährigen Bestehen der Boutique eingeladen, Vintage-Schmuckstücke zu verfremden, zu überziehen und neu aufzuladen. Aus alten Schmuckstücken entstehen skulpturale Objekte. Aus Nostalgie wird Pop. Aus Vintage wird ein kleines, glänzendes Statement zwischen Schmuck, Objekt und überzuckerter Fantasie.



Stolzes Food-Art, die international gefragt ist, ist berühmt geworden als flüchtige Zuckerträume, als Torten, Skulpturen und essbare Fantasien, die gerade deshalb so faszinieren, weil sie nicht bleiben können. Eine Torte wird gegessen. Oder sie verdirbt. Ihr Glamour ist an einen Moment gebunden.

Resin dreht diese Logik um. Es hält eine Form fest, die sonst längst verschwunden wäre. Was bei Stolzes sonst Creme, Zucker, Baiser, Ganache oder dekorativer Exzess ist, erhält hier eine neue Materialität. Aus dem flüchtigen Bild einer Feier wird ein Objekt, aus dem süßen Moment eine kleine Skulptur.
Das Ergebnis sieht aus, als wären Marie Antoinette und ein Club Kid in eine Schmuckschatulle gefallen und dabei ihren Spaß gehabt hätten.
Das passt auch zu Katharina Hussleins Geschäft auf der Josefstädter Straße 11. Denn dieses war nie nur ein hübscher Ort für alte Broschen. Es ist ein Gegenentwurf zur glatten Gegenwart. Hier geht es nicht um das nächste neue Ding, sondern um Objekte, die schon ein Leben hatten. Ohrringe, Colliers, Glasstücke, Fundstücke. Dinge, die nicht clean sein wollen. Katharina Husslein führt hier aber keinen Kostümfundus, sondern Material mit Vergangenheit, das den Test der Zeit bestanden hat.

Vielleicht liegt genau darin heute der eigentliche Luxus: nicht im makellos Neuen, sondern in Dingen, die schon ein Leben hatten und trotzdem noch einmal verwandelt werden dürfen. In einer Welt, die in massenproduzierter Glätte zu versinken droht, wirkt diese kleine Edition fast wie ein Gegenzauber.
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