maezen: Kunst zum Anziehen kommt aus Wien

Mode und Kunst gehen oft Hand in Hand. Während viele Labels mit berühmten Gemälden oder Künstlerkooperationen werben, verfolgt das Wiener Streetwear-Label maezen einen anderen Ansatz: Hier entstehen die Kollektionen gemeinsam mit unabhängigen Künstler:innen und sie profitieren auch finanziell davon. 

Kleidung wird zur Leinwand und jedes Piece erzählt die Geschichte der Kreativen, die dahinterstehen.

Gegründet wurde maezen 2021 von Noah Neumair und Julian Haller. Die Idee dahinter ist simpel: Kunst soll nicht nur in Museen oder Galerien stattfinden, sondern auch im Alltag sichtbar werden. Dafür verwandelt das Label Gemälde, Illustrationen und grafische Arbeiten in limitierte Streetwear-Drops und bringt sie auf Hoodies, T-Shirts und andere Essentials.

Bei maezen wird die Mode zur Bühne für Kreative

Der größte Unterschied zu klassischen Fashion-Kollaborationen liegt im Konzept. Kunstschaffende gestalten die Kollektionen nicht nur mit, sondern erhalten auch einen Anteil an den Verkaufserlösen. Damit will maezen kreative Arbeit langfristig unterstützen und gleichzeitig neue Sichtbarkeit schaffen – ein Modell, das in der Modebranche noch immer selten ist. 

Und hier kann man auch gleich die Anlehnung an das Wort „Mäzen“ finden, das im Namen mitschwingt und die alte Form der Kunstförderung mit sich bringt. Ohne Mäzene wären schließlich die meisten Gemälde und Skulpturen in unseren Museen nicht zustande gekommen bzw. Museen nicht gebaut worden. Der Begriff des Mäzens leitet sich übrigens vom Namen des römischen Kunstförderers Gaius Cilnius Maecenas ab.

Handbemalte Mode wird großer Luxus-Trend

Die Trendforscherin Li Edelkoort sieht die Zukunft des Luxus in der Rückkehr zur menschlichen Hand: in Kleidungsstücken, die nicht nur entworfen, sondern gezeichnet, bestickt oder direkt bemalt werden. Auch ihr 2024 formulierter Begriff vom „Age of the Amateur“ beschreibt eine Zukunft, in der das Gestalten mit der Hand wieder Bedeutung, Stolz und Wert erhält.

In ihren Prognosen spricht sie von einer neuen Kultur des Selbermachens; für Frühjahr/Sommer 2026 nennt sie ausdrücklich Stoffe und Kleidungsstücke, die wie „hand-painted tableaux“, also handgemalte Bildflächen, gestaltet werden.

Das sieht man nicht nur in der Mode, denn Dank AI stellen sich immer mehr die Frage: Was können wir, was Maschinen (noch) nicht können? An dieser Schnittstelle drückt sich auch die Mode in dieser Form aus.


Erhältlich sind die Stücke von maezen online über den Webshop in limitierten Drops.

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