V&A Museum an der Wand: Tapeten-Kollektion von 1838 Wallcoverings

Eine neue Kollektion der V&A Decorative Papers kommen ab dem 17. Januar 2024 zu 1838 Wallcoverings. Das berühmte Tapetenunternehmen startet damit die zweite Zusammenarbeit mit dem V&A (Victoria and Albert Museum) in London.

In enger Zusammenarbeit mit dem Lizenzierungsteam des Museums wurden Objekte aus dem Archiv ausgewählt, welche außergewöhnliche Interior-Veränderungen schaffen. Die Kollektion enthält höchst komplexe Motive, die bis in das 17. Jahrhundert zurückreichen. Inspiriert von Farbholzschnitten, Aquarellskizzen und Möbelstoffen, die auf eine Vielzahl von künstlerischen Einflüssen zurückgehen, wurden die Muster von 1838 Wallcoverings zu Tapetendesigns verarbeitet.

Dabei wurde vor allem auf den traditionellen Oberflächendruck, der mit seiner schönen malerischen Oberfläche ein authentisches Gefühl vermittelt, Rücksicht genommen. Durch die Anpassung und Neukolorierung entstand eine Kollektion, „die sich zeitgemäß und fröhlich anfühlt und die Kunstfertigkeit, das Handwerk und das Design wirklich feiert“, so James Watson, Managing Director von 1838 Wallcoverings.

Die Kollektion: V&A Decorative Papers mit 1838 Wallcoverings

Das V&A-Archiv bietet einen aufschlussreichen Überblick über die Geschichte englischer Tapeten von der von der Tudorzeit bis zur Gegenwart und spiegelt auch die Veränderungen des Verbrauchergeschmacks und dessen Trends.

Favoriten aus der Kollektion

Inspiration aus dem Rhododendron-Archiv

Dieses Muster basiert auf einer Tapete, die wahrscheinlich in den 1920er Jahren in England hergestellt wurde, einer Zeit großen Wachstums für die der Tapetenindustrie des Landes. Das lebendige Design hat ein geometrisches Flair und verwendet prächtige Rhododendronblüten und -blätter. Besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wollten die Brit:innen ihren Wohnungen und Häusern exotisches Flair verleihen.

1838 wallcoverings collection

Bei dieser Tapete wurden Elemente der Arts-and-Crafts-Bewegung aufgegriffen, die botanische Studien in Einrichtungsgegenstände einfließen ließ sowie luxuriöse und opulente Mustern der Art-Déco-Ära.


Inspiration: Lorbeertapete, Walter Crane (1845-1915)

Diese Tapete wurde 1911 von Jeffrey & Co. in England gedruckt. Der einflussreiche englische Künstler, Visionär und Buchillustrator Walter Crane baute auf dem Arts-and-Crafts-Stil und war auch der erste Präsident der Arts and Crafts Exhibition Society.

1874 begann Walter Crane bereits mit dem Entwurf von Tapeten und zeichnete sich durch flache Muster aus. Dafür arbeitete er mit verschiedenen Herstellern, darunter Jeffrey & Co., die als Produzenten für exquisite Tapeten bekannt waren. Sie druckten für einige der besten Designer, darunter William Morris und C.F.A. Voysey.

Als überzeugter Sozialist glaubte Walter Crane fest an die transformative Kraft der Kunst und daran, dass diese Menschen durch Tapeten nähergebracht werden könnte. Allerdings verhinderte die Kostenbarriere, dass seine Entwürfe viele Haushalte erreichen konnten.

Walter Crane’s Lorbeermotiv

Obwohl dieses Lorbeermotiv ursprünglich als Holzschnitttapete im Jahr 1911 hergestellt wurde, war kaum eine Änderung für den Neudruck notwendig. Dieses zeitlose Muster steht mehr denn je für Naturverbundenheit und Authentizität. Dabei schlägt diese Tapete mühelos eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und kann für die unterschiedlichsten Interior-Stile verwendet werden.

Seine Tapete repräsentiert das Motiv des Lorbeers, der seit der Antike als Zeichen des Sieges und und Erfolg symbolisch bekannt ist.


Inspiration Calico Shell Archiv

Entwurf für einen bedruckten Chintz, Textil, England, 1760-70er Jahre

Dieses schöne Muster wurde aus einer großen Auswahl von Entwürfen für Chintz, die in der Abteilung „Drucke und Zeichnungen“ des V&A liegen, ausgewählt. Das Design, das einem Muschel- oder Wellenmotiv ähnelt, wurde einem winzigen, handgemalten Kunstwerk entnommen.

Der Begriff „Chintz“ ist übrigens verwandt mit einem Sanskrit-Wort, das „gefärbt“ oder „gefleckt“ bedeutet und bezieht sich auf alle gemusterten Möbelstoffe aus Baumwolle oder Leinen.

Diese Baumwollstoffe, die in Indien für den englischen Markt hergestellt wurden, wurden in den englischen Mühlen mit Motiven bedruckt. Darauf basiert der Stil von floralen Seidenbrokaten. Die Kunstfertigkeit der britischen Textilindustrie im 18. Jahrhundert, die aus dem indischen Kolonialismus stammt, zeigt sich in jedem noch so kleinen Detail dieses Musters.

Das Herzstück dieses Designs ist ein Kleinod aus den Archiven, ein Stück Textilgeschichte, das mit exquisitem Oberflächendruck nachgebildet wurde, um ihm ein ansprechendes, handwerkliches Aussehen zu verleihen. Neu vom erfahrenen 1838 Wallcoverings Atelier gezeichnet, wurde das ursprüngliche Design in vier Farben gedruckt: Elfenbein, Verde, Aqua und Kobalt.


Über 1838 Wallcoverings

Bei 1838 Wallcoverings handelt es sich um einen alten, englischen Familienbetrieb mit eigener Manufaktur in Lancashire. Heute wird das Unternehmen von James und Abigail Watson geführt, deren Familie seit mehr als 4 Generationen Erfahrung im Tapetendruck hat. Von der traditionellen Technik des Oberflächendrucks, die einen schönen handgemalten Effekt widergibt, bis hin zu den neuesten digitalen gedruckten Looks, ist bei 1838 Wallcoverings alles mit dabei.

Die Bedeutung des Jahres 1838 ist ein Verweis auf die tiefen Wurzeln der Tapeteninnovation, denn in diesem Jahr wurde die erste Tapetenmaschine in Darwen, Lancashire, nur wenige Kilometer von der heutigen Fabrik entfernt, in Betrieb genommen.

Für Kollektionen, wie diese mit dem V&A Museum, verwendet 1838 Wallcoverings nachhaltige Materialien, darunter hochwertiges, ökologisches Vlies gedruckt, das zu 79 % aus natürlichen, erneuerbaren Fasern besteht.

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Fotos: 1838 Wallcoverings


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